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Gauck neuer Bundespräsident

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Gauck neuer Bundespräsident

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Zwei Ostdeutsche an der Spitze der Republik: Joachim Gauck ist neuer Bundespräsident. Wie erwartet errang der von fünf Parteien unterstützte Kandidat schon im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit in der Bundesversammlung in Berlin und mit 991 von 1228 gültigen Stimmen ein Traumergebnis. Einziger Wermutstropfen waren 108 Enthaltungen.

Beate Klarsfeld, die Bewerberin der Linken, erhielt 126 Stimmen, Olaf Rose, der Kandidat der rechtsextremem NPD, drei.

“Ich nehme diesen Auftrag an mit der unendlichen Dankbarkeit einer Person, die nach den langen Irrwegen durch politische Wüsten des 20. Jahrhunderts endlich und unerwartet Heimat wiedergefunden hat. Und der in den letzten 20 Jahren das Glück der Mitgestaltung einer demokratischen Gesellschaft erfahren durfte”, nahm der 72-jährige parteilose Theologe unverzüglich das Amt an. Ermutigend und beglückend sei für ihn die Unterstützung seiner Landsleute gewesen, die ihn ermutigt hätten, die Kandidatur anzunehmen.

Vor zwei Jahren, als er gegen Christian Wulff unterlag, hatte es drei Wahlgänge und mehrere Stunden gebraucht, bis das Ergebnis feststand.

Dass die Wahl am 18. März stattfand, dem Tag der ersten freien Volkskammer-Wahl in der DDR 1990 vor der Wiedervereinigung, war Gauck ebenfalls der Erwähnung wert. “Was für ein schöner Sonntag”, sein schlichtes Fazit.

An diesem Montag nimmt er die Amtsgeschäfte auf, am Freitag soll er vereidigt werden.