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Fischerei soll in der EU nachhaltiger werden

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Fischerei soll in der EU nachhaltiger werden

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Die Fischereiminister der EU haben sich darauf geeinigt, dass Europas Fischer künftig weniger Fische zurück ins Meer werfen sollen. Einzelheiten blieben allerdings umstritten. Nach Angaben der EU-Kommission werden je nach Art 20 bis 98 Prozent der gefangenen Meerestiere zurück ins Meer geworfen – die meisten davon tot. Überschüssiger Fisch soll in Zukunft an Land gebracht werden. Zudem wurde ein Verbot des Flossenabschneidens bei Haien beschlossen. Ein weiteres Thema in Brüssel waren künftige Leitlinien der Fischerei außerhalb europäischer Gewässer. Denn viele Fangschiffe gehen heute unter europäischer Flagge insbesondere in den Gewässern Westafrikas auf die Jagd. Sie fangen etwa ein Fünftel ihrer Fische in fremden Gewässern. Für ein Rückwurf-Verbot setzt sich auch der britische Meisterkoch Hugh Fearnley-Whittingstall ein: “Es gibt Befürchtungen, dass im Fall eines Rückwurf-Verbots der Wert des Fangs fällt. Kurzfristig könnte das tatsächlich eintreten, doch langfristig könnten die Fangquoten wieder höher werden. Die Fischer sollten die Vorteile erkennen.” Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace unterdessen kritisiert, die europäische Fischereiflotte sei zwei- bis dreimal größer als notwendig und die Bestände seien überfischt. Auch moniert die Organisation, Überkapazitäten würden mit EU-Geldern finanziert.