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Monti will Gewerkschaften von Reform überzeugen

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Monti will Gewerkschaften von Reform überzeugen

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In Italien sind die Gespräche um die geplante Arbeitsmarktreform Schlußphase getreten.
Ministerpräsident Mario Monti traf sich dazu in Rom mit Vertretern der Gewerkschaften, die weite Teile des Projekts ablehnen.

Monti hat die Modernisierung der Jahrzehnte alten Arbeitsgesetze zu einer Priorität seiner Regierung gemacht. Der ehemalige EU-Kommissar wird darin von der OECD und dem IWF unterstützt.

Monti will vor allem eine Lockerung des individuellen Kündigungsschutzes, mehr Arbeit für junge Menschen sowie eine universelle Arbeitslosenversicherung nach nordischem Vorbild.

Der Vorsitzende der Berlusconi-Partei, die Monti unterstützt, lobte das Reformvorhaben als einmalige Gelegenheit. Es könne helfen, dem Land verlorene Wettbewerbsfähigkeit zurückzubringen, sagte Angelino Alfano.

Nach Meinung von Experten ist allein die Regelung zum Kündigungsschutz zu einem Großteil für die verkrusteten Strukturen verantwortlich.
Entlassungen müssen als “gerecht” begründet werden und sind stets mit langwierigen Gerichtsverfahren verbunden.

Die Folge: In Italien wimmelt es nur so von Kleinbetrieben, und die Arbeitgeber schrecken vor neuen Festanstellungen zurück und ziehen zeitlich beschränkte Verträge vor.