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Toulouse - Serienmörder filmte seine Schüsse

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Toulouse - Serienmörder filmte seine Schüsse

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“Die Tragödie, die Frankreich erschüttert,” schreibt der “Parisien” – nach dem tödlichen Anschlag auf die jüdische Schule in Toulouse hält das Land den Atem an. Das Getöse des Präsidentschaftswahlkampfs ist verstummt.

Über Hintergründe und Identität des Serienmörders wird gerätselt – sicherheitshalber hat Präsident Nicolas Sarkozy für die betroffene Region die höchste Alarmstufe eines Anti-Terror-Plans ausgerufen – und eine landesweite Schweigeminute angeordnet.

Der Täter hatte in Toulouse drei Kinder und einen Vater getötet und zuvor möglicherweise drei Soldaten – und seine jüngsten Schüsse gefilmt.

Innenminister Claude Guéant:

“Er hatte sowas umhängen, das hat man uns beschrieben, ein Aufzeichnungsgerät, das mit Gurten vor der Brust befestigt wird – ein Zeuge hat ihn damit gesehen.”

Die jüdische Gemeinde in Frankreich bewertet den Anschlag in Toulouse als antisemitischen Akt. Möglicherweise, so heißt es in Ermittlerkreisen, könnte ein rechtsextremer Ex-Soldat an der jüdischen Schule und zuvor auf französische Soldaten mit Migrationshintergrund geschossen haben.

Alle jüdischen und muslimischen Einrichtungen werden seither stark überwacht. In der Region um Toulouse herrscht Angst, dass der Mann erneut zuschlagen könnte.

mit Reuters, dpa