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Amokschütze von Afghanistan hat Gedächtnislücken

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Amokschütze von Afghanistan hat Gedächtnislücken

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Der mutmaßliche Amokschütze von Afghanistan hat Gedächtnislücken: Das sagt sein Anwalt, der mit ihm inzwischen mehrere Gespräche geführt hat.

Der Soldat, Robert Bales, sitzt in einem amerikanischen Militärgefängnis. Am vorletzten Wochenende soll er in Afghanistan seinen Stützpunkt verlassen und sechzehn afghanische Zivilisten erschossen haben, darunter Frauen und Kinder.

Bales erinnere sich an manches vor dem angeblichen Vorfall, sagt der Anwalt, John Henry Browne; dann an manches danach: Aber an nichts, was dazwischen passiert sei.

Bales’ mutmaßlicher Amoklauf in Afghanistan hat dort wütende Proteste ausgelöst. Auch für das Verhältnis zwischen Afghanistan und den USA war der Vorfall nach den Koranverbrennungen neulich erneut eine schwere Belastungsprobe.

Unklar sind inzwischen die Umstände von Bales’ Armeeeintritt 2001, zwei Monate nach den Anschlägen vom 11. September: Amerikanische Medien berichten, gegen ihn sei ein Betrugsverfahren gelaufen, ausgelöst von einem älteren Ehepaar aus Ohio.

Bales war damals dort Börsenmakler und auch für die beiden tätig: 2003 urteilte ein Schlichter, er müsse dem Ehepaar weit über eine Million Dollar zahlen. Bales war aber durch seinen Armeeeintritt nicht mehr aufzufinden; die beiden haben nie etwas von dem Geld gesehen.