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Frankreichs Moslems wollen nicht mit Mördern in einen Topf

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Frankreichs Moslems wollen nicht mit Mördern in einen Topf

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Nach der Mordserie von Toulouse fürchten rund vier Millionen Moslems in Frankreich das, was sie “Amalgam” nennen – die Vermischung, oder: mit dem mutmaßlichen Täter in einen Topf geworfen zu werden. In Toulouse wird ein Franzose algerischer Abstammung verdächtigt, sieben Menschen getötet zu haben, darunter vier vor einer jüdischen Schule.

Einer in Toulouse sagt:

“Ob nun Jude oder Franzose, ist doch gleich. Wir hier auf der Erde sind wir alle von der gleichen Rasse.”

Ein anderer:

“Ob einer nun jüdisch ist, moslemisch, arabisch oder sonstwas, das Blut ist das gleiche.”

Bloß kein Amalgam, sagt auch der Rektor der Pariser Moschee, Dalil Boubakeur. 99,9% der französischen Moslems seien friedliche Bürger, verantwortungsvoll, gewaltfrei und vollständig integriert.

Said, mit familiären Wurzeln in Nordafrika:

“Wirklich erschreckend ist, was mich am meisten schockiert, dass es um Kinder geht. Aber in der Berichterstattung dominiert die Tatsache, dass Juden betroffen sind, oder dass ein Muslim jemanden arabischer Herkunft getötet hat.”

Mourad, Urspungsland Marokko:

“Die Toleranz gegenüber dem Islam ist nahezu auf dem Nullpunkt. Und was da in Toulouse passiert ist, erzeugt unweigerlich neue Ängste.”

Marine Le Pen, populistische Präsidentschaftskandidatin vom rechten Rand, hat bereits zu “Krieg gegen den
Fundamentalismus” aufgerufen.

mit Reuters, AFP