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Größte Gewerkschaft sperrt sich gegen Montis Reform

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Größte Gewerkschaft sperrt sich gegen Montis Reform

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Nach mehrstündigen Beratungen mit Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern hat Italiens Ministerpräsident nach eigenen Worten breite Unterstützung für seine geplante Arbeitsmarktreform bekommen.

Allerdings sperrt sich eine Gewerkschaft – und gerade die größte. Sie ist gegen Mario Montis Vorhaben, den Kündigungsschutz zu lockern.

Monti bedauerte, dass die Gewerkschaft CGIL sich sperre, wo doch alle anderen Sozialpartner mit der Neufassung des Artikel 18 im Arbeitsrecht einverstanden seien.

Die Gewerkschaft kündigte nach dem Treffen an, mit allen ihr möglichen Mitteln die Reform zu blockieren.

Neben der Lockerung des Kündigungsschutzes will Monti mit seiner Reform mehr Arbeit für junge Menschen schaffen. Außerdem plant er eine universelle Arbeitslosenversicherung nach nordischem Vorbild. Er bemängelte die gegenwärtige Situation, in der Festangestellte mit unbefristetem Vertrag in größeren Unternehmen praktisch unantastbar seien, Beschäftigte in Kleinbetrieben und Geringverdiener aber so gut wie keinen Schutz hätten. Am Donnerstag wollen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber weiterverhandeln.