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Lorca - Chancen nach dem Beben


Kultur

Lorca - Chancen nach dem Beben

Im Mai 2011 wurde die spanische Region Murcia von zwei Erdbeben erschüttert. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Lorca – dort starben neun Menschen, 300 wurden verletzt. Zudem entstand ein unschätzbarer Schaden an den Gebäuden, mehr als 1100 Wohnungen und Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört.
 
Nach der Katastrophe wird Lorca nun wieder aufgebaut. Doch die Sanierung geht nicht so schnell voran, wie es sich die Einwohner wünschen würden. Der Grund ist die Wirtschaftskrise in Spanien.
 
Es gibt aber noch eine Herausforderung: Die nachhaltige Entwicklung. Lorca hat sich für das Projekt “Smart Cities” beworben, das durch die europäische Union finanziert wird. Teilnehmen können Städte, die wichtige Umbauten 
oder Sanierungen planen und dabei auf neue Technologien, Innovationen und Nachhaltigkeit setzen. Lorca will durch das Projekt eine moderne Stadt werden -  und so das Beste aus der Erdbeben-Katastrophe machen. Sowohl Privathäuser
als auch öffentliche Gebäude und Teile des Kulturerbes werden nun nachhaltig wiederaufgebaut.
 
Doch Lorca kümmert sich nicht nur um seine Vergangenheit. Die Stadt schaut auch in die Zukunft – mit nachhaltigen Projekten. In der städtischen Anlage zur Müllverarbeitung werden bislang nur Plastik oder Papier recycelt. Doch schon in Kürze sollen noch viel mehr Materialien wiederverwertet werden, außerdem ist eine Biogas-Anlage geplant
 
Im nächsten Jahr soll in der Nähe von Lorca außerdem die größte Solar-Anlage der Welt gebaut werden. Die Stadt liegt in einer Gegend, in der die Sonne sehr häufig scheint – vergleichbar mit Nordafrika. Die Betreiber des Sonnen-Kraftwerks wollen diesen Vorteil nutzen und Energie für 200 000 Haushalte produzieren.  
 
Doch nachhaltige Entwicklung braucht nicht immer große Investitionen. Das gilt zum Beispiel für “Lorca Fahrrad-Stadt” – ein Verein mit mehr als 200 Mitgliedern. Ziel des Vereins ist es, die Einwohner der Stadt für das Fahrradfahren zu begeistern – als eine einfache und billige Möglichkeit die Umwelt zu schützen.
 

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