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Möglicher Serienmörder von Toulouse belagert - "er bedauert nichts"

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Möglicher Serienmörder von Toulouse belagert - "er bedauert nichts"

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Zermürbungstaktik gegen den mutmaßlichen
Serienmörder von Toulouse: Ein Sonderkommando der Polizei hat einen 23-jährigen Franzosen in einem Mietshaus in Toulouse gestellt. Nach einer Schießerei, bei der zwei Elitepolizisten verletzt wurden, passierte mindestens 15 Stunden lang  – wenig. Man verhandelte, manchmal zäh. Berichte über einen Angriff der Polizei gegen Mittag wurden dementiert.
 
Die Polizei hatte den Verdächtigen über Spuren im Internet ausfindig gemacht. Mohamed M., ein Franzose algerischer Herkunft, soll dem Terrornetz Al-Kaida nahestehen.
 

Er soll in Toulouse und Umgebung drei Soldaten, dann drei jüdische Kinder und einen Rabbiner
erschossen haben. Im Gespräch mit Polizisten habe er bedauert, nicht noch mehr Menschen getötet zu haben, sagte der zuständige leitende Staatsanwalt François Molins in Toulouse, “er bedauert nichts.”
 
Nach Angaben der Behörden will er die Morde in einer jüdischen Schule am Montag begangen haben, um palästinensische Kinder zu rächen. Zuvor hätten drei Soldaten sterben müssen, um ein Zeichen gegen den französischen Einsatz in Afghanistan zu setzen.
 
Der Mann sei nach eigenen Angaben in Afghanistan und Pakistan gewesen, so der französische Innenminister Claude Gueant. Wie Präsident Nicolas Sarkozy setzt sich Gueant dafür ein, dass der Verdächtige lebend gefasst wird und sich gegebenenfalls vor Gericht verantwortet.
 
Auch mehrere Personen aus dessen Umfeld wurden festgenommen, darunter seine beiden Schwestern, Brüder und die Mutter.
 
mit dpa, AFP