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Ein neues Herz wartet auf seinen Einsatz

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Ein neues Herz wartet auf seinen Einsatz

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Ein neuartiges künstliches Herz – das entwickelt ein französisches Team des Georges-Pompidou-Krankenhauses in Paris um den Professor Alain Carpentier herum. Es wird seinen Strom aus Akkus beziehen, eine Lebensdauer von fünf Jahren haben und rund 900 Gramm wiegen.

Alain Carpentier:
“Ich wollte, dass alles Wichtige in nur eine Prothese eingebaut wird, die man einer kranken Person einsetzen kann. Das war wirklich eine große Leistung der Ingenieure, alles so klein zu gestalten, dass es hineinpasst.”

Das Herz vereinigt Know-How aus der Luft- und Raumfahrttechnik mit dem der Biotechnologie.

Schwierig war es, die Prothese an die natürlichen Bewegungen der Patienten anzupassen.

Patrick Coulombier, Chef des beteiligten Unternehmens Carmat:
“Wenn ich mich so beuge, erkennen die Sensoren die Bewegung und leiten diese Informationen ans Herz: Achtung, der Patient verändert seine Position. Und wenn Sie sich aufrichten, muss das Herz mehr arbeiten, um das Blut ins Gehirn zu pumpen.”

Die strömungsoptimierten Herzkammern sind mit Rinderzellen ausgekleidet, die ein Abstoßen verhindern sollen.

Damit sind enorme Hoffnungen verbunden: weltweit warten 100.000 Menschen auf ein neues Herz.

Julie Piquet führt letzte Tests durch. Doch das genügt ihr nicht mehr.

“Wir können damit Menschen retten, die ohne diese Lösung leider nicht mehr da sein würden.”

Drei französische Transplantationszentren warten auf die ersten Herzen. Erst müssen in den kommenden Wochen jedoch die Behörden grünes Licht für deren Einsatz geben.