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Ein Schimmer Hoffnung für Florence Cassez

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Ein Schimmer Hoffnung für Florence Cassez

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Die in Mexiko inhaftierte Französin Florence Cassez kommt vorerst nicht auf freien Fuss. Das Oberste Gericht des Landes stimmte gegen ihre Freilassung. Ihr Vater verliert dennoch nicht die Hoffnung.

Florence Cassez wurde wegen Beihilfe zur Entführung zu 60 Jahren Gefängnis verurteilt.

Bei ihrer Festnahme 2005 und dem anschließenden Verfahren sollen Polizei und Staatsanwaltschaft Rechtsverstöße begangen haben.

“Vier von fünf Richtern des Obersten Gerichtes von Mexiko haben gesagt, dass diese Frau ein verfälschtes Verfahren hatte, ihre Rechte wurden verletzt und falsche Beweise angeführt. Wir sind heute also wütend. Es ist eine Schande,” so ihr Anwalt Frank Berton.

Jetzt bahnt sich in dem Fall offenbar eine Revision an. Die Richterin Olga Sánchez, die für eine Freilassung Cassez’ gestimmt hatte, soll sich erneut mit dem Fall befassen und der Kammer eine Empfehlung unterbreiten, wofür aber noch kein Termin genannt wurde.

Der französische Außenminister Alain Juppé sagte:
“Das Oberste Gericht hat zugegeben, dass sie kein faires Verfahren hatte, das ist ein wichtiger Punkt und das gibt uns Hoffnung.”

Die mexikanische Regierung hatte mehrfach deutlich gemacht, dass sie gegen eine Freilassung der Frau und auch gegen ihre Überstellung in ein französisches Gefängnis ist.