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Im Kino: Werner Herzogs "In den Abgrund"

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Im Kino: Werner Herzogs "In den Abgrund"

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Nach seinen Erfolgen “Grizzly Man” und “Höhle der vergessenen Träume” gibt es nun einen neuen Dokumentar-Film von Werner Herzog.

Für “In den Abgrund” hat sich Herzog mit zwei verurteilten Mördern und den Familien der Opfer in Texas getroffen.

Werner Herzog:
“Mich hat schon immer fasziniert, dass wir nicht wissen, wann und wie wir sterben. Aber ein Mensch im Todestrakt kennt die Minute, in der er sterben wird, genau. Und er kennt jeden einzelnen Schritt.”

Das Verbrechen der beiden jungen Männer, Michael Perry und Jason Burkett, bezeichnet Herzog als “sinnlos”.

Perry wurde acht Tage nach dem Interview mit Herzog hingerichtet.

Werner Herzog:
“Perry wusste, dass der Film keine Plattform wäre, um seine Unschuld zu beweisen. Das hatte ich ihm geschrieben und gesagt, als wir uns im Gefängnis trafen. Aber wenn Sie den Film anschauen, sehen Sie, dass er sich seiner Situation nicht bewusst ist. Er trägt Handschellen, wenn er kommt und geht und sitzt in diesem kleinen Käfig, aber er durchlebt Ereignisse seiner Kindheit – wie einen Kanu-Trip in den Everglades. Eine Stunde lang sieht er so aus, als sei er komplett frei.”

Der vielfach gelobte Film läuft ab 23. März in den britischen Kinos.