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Meuterei in Mali: "Sie sagten, sie suchen nach dem Präsidenten"

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Meuterei in Mali: "Sie sagten, sie suchen nach dem Präsidenten"

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Nach dem offenbar weitgehend spontanen Putsch meuternder Soldaten herrscht im westafrikanischen Staat Mali eine Art Ausnahmezustand. Soldaten plünderten den Präsidentenpalast und Hotels.

Ein Geologe aus Spanien erzählt, was er in einem Hotel in der Hauptstadt Bamako erlebt hat.

Ignacio Garcia-Martin:

“Das Militär kontrolliert die Straßen. Es gibt Patrouillen überall. Im Moment hört man keine Schüsse mehr. Zur Zeit werden offenbar die Hotels geplündert. Sie sagen, sie suchen nach dem Präsidenten. Hier sind welche in einem Pickup angekommen, in mehreren offenbar gestohlenen Autos und auf privaten Motorrädern.

Das Erste, wonach sie gefragt haben, waren Alkohol, alkoholische Getränke. Und dann verlangten sie die Zimmerschlüssel und durchwühlten die Rezeption. Dann gingen sie in einige Zimmer und machten weiter.

Wir haben mit der Außenwelt nur noch Kontakt über dieses Telefon. Nicht mehr. Das behielt ich einfach in der Tasche, als sie den anderen ihre Mobiltelefone wegnahmen, und mich haben sie nicht durchsucht.

Die Menschen hier nehmen das alles mit der Ruhe. Wenigstens natürlicher als wir das können. Sie sind viel ruhiger.”

Begonnen hatte der Aufstand bei einem Besuch des Verteidigungsministers Sadio Gassama in einer Kaserne in Bamako. Soldaten beschwerten sich über die Ausrüstung im Kampf gegen Separatisten – zu wenig Waffen, zu wenig zu essen.

mit Reuters, AFP