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Mutmaßlicher Serienmörder hält polizeilicher Belagerung stand

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Mutmaßlicher Serienmörder hält polizeilicher Belagerung stand

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Mit einem Nervenkrieg versucht die französische Polizei, den mutmaßlichen Serienmörder von Toulouse zum Aufgeben zu bringen. Seit über 24 Stunden haben die Eliteeinheiten das Wohnhaus des 23-Jährigen umstellt, in der Nacht waren mehrere Detonationen zu hören, die auf den Beginn der Erstürmung des Hauses deuten konnten. Laut dem Innenministerium dienten sie aber lediglich dazu, den verschanzten Tatverdächtigen psychisch zu zermürben. Ihm wurden außerdem Strom, Wasser und Gas gekappt.

Der junge Mann hatte zunächst angekündigt, sich ergeben zu wollen, dann aber seine Meinung geändert. Stattdessen hielt er über Stunden Verhandlungen mit seinen Belagerern ab, erzählte ihnen seine Lebensgeschichte und gestand die Morde an drei französischen Soldaten, einem jüdischen Lehrer und mehreren Kindern ein. Es seien Vergeltungsaktionen für das Leid palästinensischer Kinder und für den Afghanistan-Einsatz der französischen Armee gewesen. Der Tatverdächtige bekannte sich zu Verbindungen zu Al-Kaida. Von Reue keine Spur, im Gegenteil, er rühmte sich, Frankreich auf die Knie gezwungen zu haben.

Die Polizei setzt laut Innenminister Guéant alles daran, den Tatverdächtigen lebend zu fassen. Erste gewaltsame Annäherungsversuche trafen auf Gegenwehr, bei der zwei Polizisten verletzt wurden.