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Der Fall Trayvon Martin: Erst schießen, dann fragen

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Der Fall Trayvon Martin: Erst schießen, dann fragen

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Der Fall des getöteten Teenagers Trayvon Martin sorgt in ganz Amerika für Aufsehen. Ein selbsternannter Nachbarschaftswächter erschoss den 17-Jährigen, weil er ihm verdächtig vorkam.

Eine Internetkampagne brachte den Fall an die
Öffentlichkeit, mittlerweile fordern Tausende die Festnahme des Todesschützen und Gerechtigkeit für Trayvon.

US-Präsident Barack Obama sprach von einer Tragödie: “Ich möchte mich vor allem an die Eltern von Trayvon Martin wenden. Wissen Sie, wenn ich einen Sohn hätte, würde er so aussehen wie Trayvon. Und ich glaube, dass die Eltern mit Recht von uns allen, von den Amerikanern, erwarten können, dass wir uns ernsthaft damit befassen und herausfinden, was genau passiert ist.”

Nach bisherigen Erkenntnissen kaufte sich Trayvon an jenem Abend in Sanford, im Bundesstaat Florida, Süßigkeiten, auf dem Nachhauseweg
erschoss ihn George Zimmerman. Er beruft sich auf Notwehr, obwohl Trayvon Martin unbewaffnet war.

Laut einem Notwehr-Gesetz dürfen die Bürger Floridas Gewalt anwenden, wenn sie sich bedroht fühlen, nach dem Motto “Shoot First, Ask Later”, erst schießen dann fragen.

Die Mutter von Trayvon fordert Gerechtigkeit für ihren Sohn. Fast täglich finden Kundgebungen statt, am Samstag ist eine Demonstration in Washington geplant.