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Was wussten die Geheimdienste?


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Was wussten die Geheimdienste?

Im Fall Mohammed Merah werden sich auch die französischen Sicherheits- und Geheimsdienste Fragen gefallen lassen müssen. Ganz Frankreich will wissen, ob man den mutmaßlichen Serienmörder von Toulouse nicht hätte früher stoppen können.

Denn Merahs Reisen nach Pakistan und Afghanistan waren den Behörden bekannt, weiß Roland Jacquard vom Internationalen Beobachtungszentrum für Terrorismus: “Die Polizei hat seinen älteren Bruder in Gewahrsam genommen. Die Spuren werden also zurückverfolgt. Auch muss man sich mit den pakistanischen Behörden in Verbindung setzen und sich über seine letzten Reisen informieren. Wen hat er dort kontaktiert? Nach seinem Tod muss weiter ermittelt werden.”

Die französischen Behörden stuften Merah schon vor seinen Taten als Fundamentalisten ein. In den USA stand er nach Regierungsangaben zeitweise sogar auf einer so genannten “no fly”-Liste, die es Terrorverdächtigen verbietet, amerikanische Flugzeuge zu besteigen.

Noch während der 32-stündigen Belagerung des Wohnhauses im Osten von Toulouse durch Spezialeinheiten der Polizei hatte Mohammed Merah sich selbst als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida bezeichnet.

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