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Bruder als Drahtzieher?

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Bruder als Drahtzieher?

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Die französischen Behörden haben den Bruder des Todesschützen von Toulouse nach Paris überstellt.

Der 29-jährige Abdelqader Merah, der bereits am Dienstag in einer gesonderten Polizeiaktion festgenommen worden war gilt den Ermittlern mittlerweile als der mögliche Drahtzieher hinter den sieben tödlichen Attentaten.

Der bekennende Salafist habe erklärt, von den Plänen seines Bruders nichts gewusst zu haben, er sei aber “stolz” darauf,- berichteten französische Medien. Im Zuge der Untersuchungen waren überdies Handgranaten und Sprengstoff in seinem Auto gefunden worden. Auch besteht der Verdacht, dass er vielleicht bei den Anschlägen anwesend war oder seinem Bruder Mohammed sogar bei der Flucht geholfen haben könnte.

Fernsehbilder zeigen nun erstmals das Innere des Gebäudes in Toulouse, in der sich Mohammed Merah verschanzt hielt.

Unterdessen fragt sich die französische Öffentlichkeit, ob die Einsatzkräfte Mohammed Merah auch lebend hätten überwältigen können.

Eine Eliteeinheit der Polizei hatte ihn am Donnerstag nach 32-stündigem Nervenkrieg erschossen,- in der französischen Öffentlichkeit fragten sich einige, ob dies wirklich nötig war oder man ihn nicht lebend hätte fassen können.

Die Nachbarn zeigten sich von den Taten Merahs noch immer schockiert: “Das ist schon ein schwerwiegender Vorfall! Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in unserer Nachbarschaft passieren kann! Schrecklich was Merah getan hat,- absolut unakzeptabel.”

Der 23-Jährige Mohammend Merah hatte am Montag vor einer jüdischen Schule in Toulouse drei Kinder und einen Religionslehrer erschossen. Zuvor hatte er am 11. und 15. März mit derselben Waffe in Toulouse und Montauban drei Soldaten umgebracht.