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Mordanklage gegen Todesschützen von Kandahar

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Mordanklage gegen Todesschützen von Kandahar

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Der mutmaßliche Amokläufer von Kandahar, US-Unteroffizier Robert Bales, ist wegen 17-fachen Mordes angeklagt worden. Nach Ansicht seines Anwalts ist der 38-Jährige, der im Militärgefängnis Fort Leavenworth in Kansas einsitzt, nicht zurechnungsfähig. Das stößt auf Unverständnis: “Ich finde, weil er das Verbrechen in Afghanistan begangen hat, sollte er auch dort vor Gericht gestellt werden, damit er seinen Opfern gegenüberstehen muss”, meint eine Amerikanerin. Einwanderer findet: “Meines Erachtens ist es keine “Komm-aus-dem-Gefängnis-Karte” zu sagen, er sei unzurechnungsfähig. Das gibt ihm nicht das Recht Zivilisten zu töten.”

Bales soll in den USA vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Wie die afghanische Regierung wollen auch die Angehörigen der Opfer ein öffentliches Verfahren in Afghanistan. “Wir wollen kein Geld. Wir wollen, dass die Verantwortlichen vor Gereicht gestellt werden. Sie sagen, es war ein Einzeltäter. Wenn das so war, dann sollen sie es beweisen. Und wenn sie sagen, dieser Mann war krank oder hatte Probleme, dann ist das verkehrt”, sagt Wazir Khan, der 11 Angehörige verlor.

Einige Augenzeugen hatten direkt nach dem Amoklauf von mehreren Tätern gesprochen. Das Massaker hatte in Afghanistan Wut und harte Kritik an den internationalen Truppen ausgelöst.