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Papst Benedikt in Mexiko

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Papst Benedikt in Mexiko

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Unter dem Jubel seiner Anhänger ist Papst Benedikt XVI. zu einem dreitägigen Besuch in Mexiko eingetroffen. Auf dem Flughafen von Guanajuto, unweit der zentralmexikanischen Stadt Leon, wurde er von Präsident Felipe Calderon empfangen. Dieser hatte zuvor den laizistischen Charakter Mexikos betont.

Ein blutiger Krieg zwischen Drogenkartellen und der Polizei hat in Mexiko allein in den letzten sechs Jahren mehr als 50.000 Todesopfer gefordert. In seinen Reden werde Benedikt XVI. darauf eingehen und sich auch zur Freiheit der Religion und zum Schutz des Lebens äußern, teilte der Vatikan kurz vor dem Abflug mit.

Während des 14-stündigen Flugs hatte sich das Oberhaupt von weltweit mehr als einer Milliarde Katholiken an die mitreisenden Journalisten gewandt: “Wir wissen um die Schönheit Mexikos, aber auch um die Probleme des Landes mit Drogen und Gewalt.”

Eine überraschende Kommunismuskritik des Papstes steigert die Erwartungen an die zweite und letzte Station seiner Reise, das sozialistische Kuba: “Wir wissen auch, dass die Ideen des Marximus nicht mehr der Realität entsprechen. Mit diesen Idealen lässt sich keine Gesellschaft mehr aufbauen. Mit Geduld und konstruktivem Denken müssen wir neue ökonomische Modelle finden.”

Noch während Papst Benedikts Anreise brachten sich in Leon und anderen Städten Mexikos die Kritiker der katholischen Kirche in Stellung.