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UNO verurteilt Putsch in Mali

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UNO verurteilt Putsch in Mali

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Nach dem Militärputsch in Mali hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Wiedereinsetzung von Staatspräsident Amadou Toumani Touré gefordert. Auch die USA und die EU protestierten gegen den Staatsstreich.

Die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank legten ihre Hilfsprojekte auf Eis. Auch Deutschland stoppte Finanzhilfen für das westafrikanische Land.

Meuternde Soldaten hatten zuvor den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bamako gestürmt und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Mehrfach hatten die Rebellen die Bevölkerung Malis zum Gewaltverzicht aufgerufen. “Solange ich die Verantwortung trage, versichere ich, dass niemandem Leid angetan wird”, sagte Rebellenführer Amabou Sanogo. Die Meuterei brach offenbar unweit von Bamako, in den Militärstützpunkten der Städte Kita, Koulouba und im weiter östlich gelegenen Gao aus.

Die Afrikanische Union setzte die Mitgliedschaft Malis vorübergehend aus, wie der Vorsitzende des Friedens- und Sicherheitsrats, Paul Lolo, mitteilte:
“Der Rat hat beschlossen, die Aktivitäten Malis innerhalb der Union bis zur vollständigen Wiederherstellung der Verfassung zu suspendieren.”

Die Putschisten werfen der Regierung von Präsident Touré Unfähigkeit im Kampf gegen Tuareg-Rebellen und islamistische Gruppen im Norden des Landes vor. Seit dem Staatsstreich herrscht Unklarheit über den Aufenthaltsort des Staatsoberhaupts und seiner Minister.