Eilmeldung

Eilmeldung

Mißbrauchsvorwürfe überschatten Papstbesuch

Sie lesen gerade:

Mißbrauchsvorwürfe überschatten Papstbesuch

Schriftgrösse Aa Aa

Die dreitägige Mexikoreise von Papst Benedikt XVI. wird von neuen Mißbrauchsvorwürfen gegen ehemals ranghohe Katholiken im Land überschattet.

Unterdessen forderte der Papst eine friedliche Zukunft für die Kinder Mexikos. Die Bevölkerung müsse der Jugend Mexikos ein sorgenfreies Leben ermöglichen, sagte er im zentralmexikanischen Guanajuato während eines Treffens mit 1800 Kindern des Landes. In der alten Silberminenstadt war er zuvor auch mit Staatspräsident Felipe Calderon zusammengekommen, äußerte sich aber nicht zu den Mißbrauchsvorwürfen.

Die Autoren des Buches “The Will to Not Know”, etwa “Der Wille nicht zu wissen”, behaupten, der Vatikan habe Hinweise auf sexuellen Mißbrauch durch den Gründer des Ordens der Legionäre Christi, Marcial Maciel, unterschlagen.

“Hier in Mexiko sind die Bischöfe so gut wie unangreifbar. Die Kirche hält Kritiker klein und kehrt Probleme unter den Teppich”, sagte einer der Autoren des Buches.

Im Vorfeld des Papstbesuchs hatten Opfer sexuellen Mißbrauchs in Mexiko erfolglos auf ein Treffen mit Benedikt XVI. gedrängt.