Eilmeldung

Eilmeldung

Spendenskandal: Cameron in der Defensive  

Sie lesen gerade:

Spendenskandal: Cameron in der Defensive  

Schriftgrösse Aa Aa

Großbritanniens Premierminister David Cameron steht mit dem Rücken zur Wand.
Peter Cruddas, ein Finanzverwalter der Konservativen Partei hatte potentiellen Spendern gegen Geld ein Treffen mit Cameron versprochen.
 
Cameron will jetzt die Liste aller geladenen Gäste offen legen und räumte ein, dass er dreimal einflussreiche Spender empfangen hat: “Bei keinem dieser Abendessen ging es um Spenden und der Steuerzahler musste nicht dafür aufkommen. Ich kenne fast alle Gäste seit vielen Jahren. Peter Cruddas hat nie einen Gast vorgeschlagen und war nie bei mir zum Essen eingeladen.”
 
Der Schatzmeister Cruddas versprach potentiellen Geldgebern Zugang zum Premierminister, für den Preis von rund 300.000 Euro. Er wurde dabei von Reportern der “Sunday Times” gefilmt. Am Sonntag trat er zurück.
 
“Es ist ein schmaler Grat. Im Parlament haben viele den Eindruck, dass David Cameron private Treffen als Vorwand benutzt für Angelegenheiten, die ganz und gar nicht privat sind. Wir erwarten also mehr Transparenz und Offenheit vom Premierminister,“ so Michael Dugher, ein Abgeordneter der Labour-Partei.
 
Die Sozialdemokraten geben sich mit der angekündigten parteiinternen Untersuchung nicht zufrieden. Sie fordern eine unabhängige Prüfung des Vorfalls.