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Tibeter protestiert als lebende Fackel

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Tibeter protestiert als lebende Fackel

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Aus Protest gegen den Besuch von Chinas Präsident Hu Jintao in Indien hat sich ein Exil-Tibeter selbst in Brand gesteckt. Der Mann habe sich bei einer Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt Neu Delhi mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet, berichteten Augenzeugen.

Er sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, so die Polizei.

Tenzin Chokey, Organisatorin der Proteste:

“Die Tibeter in Tibet haben sich geäußert. Sie sind nicht glücklich mit der der Besetzung, sie fordern Freiheit für Tibet und die Rückkehr seiner Heiligkeit des Dalai Lama. Wir hier im Exil fühlen uns auch dazu verpflichtet, besonders wenn Hu Jintao in die Stadt kommt.”

Von gut 100 000 Exil-Tibetern leben die allermeisten in Indien. Allein im vergangenen Jahr haben sich dreißig Tibeter aus Protest selbst in Brand gesteckt, die meisten in China, so tibetische Menschenrechtler. Mindestens 20 seien gestorben.

mit Reuters, AFP, dpa, AP