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Wohnung, Museum oder Gedenkstätte? Neue Nutzungskonzepte für alte Bunker


Kultur

Wohnung, Museum oder Gedenkstätte? Neue Nutzungskonzepte für alte Bunker

Der Bremer Architekt Rainer Mielke lebt in einem schicken Penthouse in bester Wohnlage. Das Domizil auf dem Dach eines ehemaligen Schutzbunkers war sein erster Versuch. Inzwischen hat sich seine Firma auf das Umbauen von Bunkern spezialisiert. Die Hansestadt Bremen ist mit Relikten aus dem zweiten Weltkrieg reichlich gesegnet. Die Jahrzehnte alten Betonstrukturen eignen sich hervorragend für die Nutzung als Wohnraum, sagt der Architekt. Ein gutes Dutzend Bunker hat seine Firma bereits konvertiert. Der Bedarf ist groß. Deutschland will sich von der tonnenschweren Kriegs-Altlast trennen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat eigens einen Ideenwettbewerb für neu Architekturkonzepte ausgelobt. Die Möglichkeiten sind vielseitig, als Wohnraum, auch als Galerie oder Kulturstätte lassen sich die Betonstrukturen nutzen.
Marcus Meyer von der Bremer Landeszentrale für poltische Bildung mahnt jedoch, man sollte sich immer bewusst machen, worin man wohnt. Über einhundert Bunker gibt es in Bremen. Zu den größten zählt der ehemalige U-Boot-Bunker Valentin, erbaut von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und Deportierten aus ganz Europa. Die massive Struktur steht nicht zum Verkauf, könnte jedoch teilverpachtet werden, zur Deckung der Betriebskosten.

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