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Amnesty: 2011 weniger Länder mit Todesstrafe

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Amnesty: 2011 weniger Länder mit Todesstrafe

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Immer mehr Staaten rücken von der Todesstrafe ab. Von den 193 Mitgliedsländern der Vereinten Nationen ließen im vergangenen Jahr nur noch 20 Staaten Todesurteile vollstrecken, ein Drittel weniger als vor zehn Jahren. Wie aus dem Jahresbericht von Amnesty International zur Todesstrafe hervorgeht, wurden mindestens 676 Menschen weltweit hingerichtet, und damit mehr als 2010.
Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch viel höher. Allein in China seien auch im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen hingerichtet als im gesamten Rest der Welt.

Der Generalsekretär von Amnesty International, Salil Shetty, sagte, in China gebe es keine unabhängige Justiz. Im Iran und in Saudi-Arabien handle es sich um geheime Verhandlungen, die sich besonders gegen politisch Oppositionelle richteten.
Nach China werden demnach im Iran am zweitmeisten Menschen hingerichtet. Allein im vergangenen Jahr seien dort mindestens 360 Menschen von Staats wegen getötet worden. Unter den G8-Staaten richteten nur noch die USA Menschen hin.