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Frankreichs Mobilfunkmarkt im Kriegszustand

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Frankreichs Mobilfunkmarkt im Kriegszustand

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In Frankreich hat der härter werdende Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt ein erstes prominentes Opfer gefunden. Der zweitgrößte Anbieter SFR trennt sich nach zehn Jahren von seinem Chef Frank Esser.

Der Mutterkonzern Vivendi reagiert damit auf die aggressive Konkurrenz des Branchenneulings Free, der Anfang des Jahres auf den Markt gegangen war.
An ihn hat SFR nach eigenen Angaben im Januar und Februar rund 200.000 Kunden verloren.

Vorübergehend wird der Vivendi-Vorstandsvorsitzende Jean-Bernard Lévy die Aufgaben des SFR-Chefs übernehmen. Lévy hatte öffentlich massiv gegen die aggressive Werbung von Free Mobile Front gemacht.

Analysten erklärten, Vivendi sollte nun die Gelegenheit zu einer überfälligen Neustruktur des Konzernmanagements nutzen. Dabei müsse auch über eine neue Mobilfunk-Strategie nachgedacht werden.

“Der französische Mobilfunkmarkt war Jahre lang im Gleichgewicht. Free hat diesen Markt wie ein Erdbeben erschüttert”, meint euronews-Korrespondent Giovanni Magi. “Frank Esser ist das erste personelle Kollateralopfer in der Branche – ihm könnten weitere folgen.”