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Generationswechsel im Senegal: "Das ist eine neue politische Kultur"

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Generationswechsel im Senegal: "Das ist eine neue politische Kultur"

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Macky Sall hat die Präsidentenwahl im Senegal mit fast zwei Dritteln der Stimmen gewonnen. Laut amtlichem Endergebnis bekam der Abdoulaye Wade, bis dato Präsident, gut 34 Prozent.

“Das waren glaubwürdige Wahlen,” sagte Thijs Berman, Chef der EU-Beobachtergruppe – er hoffe, die Putschisten in Mali könnten nach diesem Beispiel zurück in ihre Kasernen finden.

Für viele Senegalesen ist schon die Ablösung eines 85jährigen durch einen 50jährigen eine Sensation.

Jupiter N’Diaye, politischer Beobachter:

“Zum ersten Mal haben wir einen Präsidenten, der im unabhängigen Senegal geboren wurde. Zuvor waren alle Präsidenten Teil der unendlichen Kolonialgeschichte. Dieser Präsident jetzt ist der erste, der nach der Unabhängigkeit geboren wurde, das ist eine neue politische Kultur.”

Gleich nach Bekanntwerden erster Ergebnisse hatte Wade seine Niederlage eingeräumt und seinem Herausforderer zum Sieg gratuliert. International wurde der friedliche Machtübergang begrüßt.

mit AFP, Reuters