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Republikaner nutzen Obamas Mikrofon-Panne


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Republikaner nutzen Obamas Mikrofon-Panne

Beim Nukleargipfel in Seoul wollten US-Präsident Barack Obama und sein Kollege, der scheidende russische Präsident Dimitri Medwedew, eigentlich unter vier Augen sprechen, doch das Mikrofon war an. So wurde bekannt, wie Obama Medwedew “mehr Flexibilität beim Raketenabwehrschirm nach seiner Wiederwahl” versprach, zur Verstärkung seiner Worte dem Russen mehrfach die Hand auf das Knie legte und Medwedew ihm dann versicherte, er werde Wladimir (Putin) Bescheid geben.

Die Opposition in den USA zeigt sich empört, doch jetzt im Wahlkampf kommt den Republikanern die Panne gerade recht. Sie versuchen, die unfreiwillig öffentlich gewordenen Worte des Präsidenten gehörig für sich zu nutzen.

Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney reagierte schnell und nannte die Äußerungen Obamas “alarmierend und beunruhigend”. Obama wolle die amerikanische Öffentlichkeit über seine “wahre Agenda” im Dunkeln lassen. Romney erklärte, Obamas Worte zeigten, dass er vor den Russen auf den Knie gehe. Das amerikanische Volk interessiere sich nun dafür, auf welchen Gebieten Obama noch vorhabe, “flexibel” zu sein.

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