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Strauss-Kahn erneut unter Anklage

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Strauss-Kahn erneut unter Anklage

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Die französische Justiz hat wegen organisierter Zuhälterei ein Anklageverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn eröffnet. Er war am Montag in Lille erneut wegen seiner Beteiligung an illegalen Sex-Partys vernommen und gegen eine Kaution von 100.000 Euro unter Auflagen auf
freien Fuß gesetzt worden. Zwei oder dreimal pro Jahr habe es in den vergangenen fünf Jahren solche Treffen gegeben, sagte Strauss-Kahns Anwalt Henri Leclerc. Der Aufwand des Staatsapparates, der drei Richter auf den Fall angesetzt habe, sei aber völlig unangemessen.

Strauss-Kahn will nicht gewusst haben, dass die bei den Parties anwesenden Frauen in der sogenannten “Carlton-Affäre” Prostituierte waren. Sollte es ihm dennoch bekannt gewesen sein, wäre das nach französischen Recht wegen Unterstützung von Prostitution strafbar. In der Affäre um Zuhälterei, Hotelmanager, Polizeichefs und Konzernmanager gibt es bereits acht Anklagen. In New York wird an diesem Mittwoch ein Zivilprozess gegen Strauss-Kahn wegen der angeblichen Vergewaltigung eines Zimmermädchens eröffnet.