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Video des Mörders von Toulouse wird nicht veröffentlicht

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Video des Mörders von Toulouse wird nicht veröffentlicht

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Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira will die ihm zugespielten Videos des Serienmörders von Toulouse nicht veröffentlichen. Das Büro des Senders in Paris teilte mit, man habe den USB-Stick mit den Bildern der Polizei übergeben. Die Aufnahmen enthielten keine neuen Informationen und eine Ausstrahlung sei nicht mit den eigenen ethischen Standards zu vereinbaren.

Das Auftauchen der Videos schürte neue Spekulationen über mögliche Unterstützer. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kann der siebenfache Mörder Mohamed Merah das bei seinen Taten aufgenommene Videomaterial nicht selbst per Post an den Sender geschickt haben. Das Päckchen sei erst Mitte vergangener Woche aufgegeben worden – zu einem Zeitpunkt, als die Wohnung Merahs bereits umstellt gewesen sei.

Unterdessen sorgten Äußerungen von Merahs in Algerien lebendem Vater in Frankreich für Empörung, nach denen er den französischen Staat wegen der Tötung seines Sohnes verklagen will. Der Leichnam des 23-Jährigen soll nach dem Willen der Familie in Algerien beigesetzt werden.

Merah war am vergangenen Donnerstag nach 32-stündiger Belagerung seiner Wohung durch Eliteeinheiten der Polizei in Toulouse erschossen worden. Er hatte gestanden, drei Soldaten der französischen Arme, sowie drei jüdische Kinder und einen Lehrer erschossen zu haben.