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Defekte Gasförderinsel "Elgin" droht zu explodieren

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Defekte Gasförderinsel "Elgin" droht zu explodieren

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Es ist ein Kampf gegen die Zeit und gegen die Explosionsgefahr: Der französische Energiekonzern Total versucht fieberhaft, auf der leckgeschlagenen Förderplattform in der Nordsee das ausströmende Gas zu stoppen. Die inzwischen verlassene Gasbohrinsel sei von einer Gaswolke umgeben, und auf dem Meer habe sich ein Gasfilm gebildet, so Total.

Stuart Joyner, mit dem Gasgeschäft betrauter Analyst der Investec-Bank, meinte: “Im schlimmsten Fall muss ein Entlastungsschacht gebohrt werden. Im Moment scheint das noch weit weg, aber wenn sie bohren müssen, dann wird das sechs Monate oder länger dauern.”

Die Gasplattform “Elgin” liegt in der Nordsee vor Schottland. Laut Total besteht Explosionsgefahr. Diese sei zwar gering, aber man solle niemals nie sagen, so ein Sprecher des Unternehmens. Ein Vertreter einer Gasarbeiter-Gewerkschaft hingegen sagte, “wenn es einen Zündfunken gibt, könnte es sein, dass wir eine komplette Zerstörung sehen”. Auch von benachbarten Bohrinseln wurde das Personal abgezogen.

Stuart Joyner: “Natürlich wird es jetzt Fragen zu Totals Verhalten im Vorfeld des Unglücks geben, etwa ob es Nachlässigkeiten gab.”

Zur Zeit ist weder bekannt, wieviel Gas genau ausströmt, noch, wo genau das Leck an der Förderplattform ist. Unterdessen gab der Aktienkurs von Total am Dienstag um sechs Prozent nach.