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DSKs Sexleben beschäftigt weiter die Justiz

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DSKs Sexleben beschäftigt weiter die Justiz

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In der Strauss-Kahn-Affäre will das Zimmermädchen Nafissatou Diallo als Opfer anerkannt werden. Sie wirft dem früheren Chef des Internationalen Währungsfonds versuchte Vergewaltigung vor. Mit dem Fall befasst sich jetzt ein Zivilgericht in New York.

Diallo fordert eine Entschädigungszahlung. Die Anwälte von Strauss-Kahn versuchen das Verfahren einzustellen mit dem Argument, dass Strauss-Kahn als IWF-Chef damals über diplomatische Immunität verfügt habe. Ob es zu einem Prozess kommt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Der Rechtsexperte Christopher Mesnooh erklärt: “Nun, die Anwälte von Frau Diallo werden sicher versuchen die Callgirl-Affäre von Lille bei den Verhandlungen in New York anzuführen, als Beweis dafür, dass Herr Strauss-Kahn eine problematische körperliche und sexuelle Beziehung zu Frauen hat. Die Anwälte von Herrn Strauss-Kahn werden sagen, dass die Affäre von Lille irrelevant ist und kein Zusammenhang besteht.”

Die Anwälte von Strauss-Kahn kämpfen an zwei Fronten. In Frankreich wird ihm Beteiligung an Zuhälterei vorgeworfen. Hintergrund sind zahlreiche Sex-Partys in Lille, Paris, Wien und Washington.

Noch vor knapp einem Jahr hatte Strauss-Kahn gute Chancen nächster Präsident Frankreichs zu werden. Jetzt spielt sich der Wahlkampf ohne ihn ab.