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Demonstrationen gegen Peking begleiten Brics-Gipfel

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Demonstrationen gegen Peking begleiten Brics-Gipfel

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Die Staats- und Regierungschefs der
aufstrebenden, sogenannten Brics-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und
Südafrika sind in Neu Delhi zu einem Gipfeltreffen
zusammengekommen. Im Mittelpunkt der eintägigen Gespräche stehen wirtschaftliche Fragen. So soll über die Gründung einer gemeinsamen Entwicklungsbank als Alternative zum Internationalen Währungsfonds
(IWF) und zur Weltbank beraten werden. Zudem sind Vereinbarungen geplant, die den Handel innerhalb des Brics-Verbundes erleichtern
sollen.

Demonstrationen gab es erneut gegen die Anwesenheit des chinesischen Staatschefs Hu Jintao in der indischen Metropole. Ein Exil-Tibeter, der sich am Montag aus Protest gegen Pekings Tibetpolitik angezündet hatte, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich aus Protest gegen Pekings Tibet-Politik rund 30 Tibeter angezündet.

China kontrolliert Tibet seit 1951 mit harter Hand. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, lebt in Indien im Exil, die Exilregierung der Tibeter hat ihren Sitz im indischen Dharamsala.
Unter den 30 Personen, die sich anzündeten, sind viele buddhistische Mönche und Nonnen. Die Regierung in Peking spricht von Terroristen.

Die indische Polizei in Neu-Delhi hat mehrere Tibeter vorübergehend festgenommen, die den Angaben nach vorhatten, den Brics-Gipfel und vorallem die Visite des chinesischen Staatschefs Hu Jintao zu stören.