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Mona Lisa und ihre Schwester

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Mona Lisa und ihre Schwester

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Leonardo Da Vincis kürzlich restauriertes Werk “Jungfrau und Kind mit heiliger Anna” (1519)
und die gerade aufgetauchte Zwillingsversion der Mona Lisa sind in einer neuen Ausstellung im Pariser Louvre-Museum zu sehen – und zwar als Teil einer umfassenderen Ausstellung, die Einblick gewährt, in die Arbeitsweisen der Renaissance-Meister.

Louvre-Museum Kurator für Gemälde Vincent Delieuvin: “Die “Heilige Anna” ist das letzte Gemälde Leonardo da Vincis – ein Projekt, an dem er 20 Jahre lang arbeitete. Es ist das einzige Werk in Leonardos Laufbahn, die uns erlaubt den Wandel in seiner Arbeit zu verfolgen. Wir können hier wirklich in Leonardos Geist eindringen, in sein Nachdenken und Zögern. Wir verstehen hier wie dieser unglaubliche Genius der italienischen Renaissance funktioniert hat.”

Die Ausstellung vereint rund 130 vorbereitende Zeichnungen und Studien von Leonardo und seinen Schülern. Ein Highlight der Ausstellung ist die Zwillingsversion der Mona Lisa. Eine Leihgaben des Prado-Museums in Madrid. Von dem restaurierten Gemälde, eines der Schüler Da Vincis, wird nun angenommen, dass zur gleichen Zeit wie Leonardos Original entstand. Vielleicht hat der Schüler seine Version aber sogar noch VOR dem Meister beendet.

Louvre-Museum Kurator für Gemälde Vincent Delieuvin:“Die Mona Lisa des Prado sieht so neu aus, weil sie erst vor kurzem restauriert wurde. SO hat man sie vor ein paar Wochen zum ersten Mal enthüllt. Ihr Gesicht war bisher von einem schwarzen Hintergrund umgeben, weil irgendwann jemand entschieden hatte, die Landschaft nicht mehr zu mögen,- also wurde sie übermalt. Diese Landschaft können wir jetzt ganz neu entdecken,- für uns war es eine Offenbarung, weil sie weit detailreicher war als die bei Leonardo. Was fasziniert, wenn man die Versionen vergleicht,- ist, das die Schüler nicht nur versucht haben Leonardos Stil zu imitieren, sondern auch seine reichen Pigmente verwendeten, wie Lapislazuli. Trotz der gleichen Abmessungen wie bei Leonardo, haben die Schüler kaum versucht, sich den malerischen Effekten des Meisters zu nähern,- das was wir “Sfumato” nennen, diese sehr raffinierten Übergänge zwischen Licht und Schatten.

Die Schüler haben sich da nicht drangewagt, weil sie wussten, dass sie es sowieso nicht kopieren könnten. SO etwas hat tatsächlich in der gesamten Geschichte der Malerei nie wieder jemand erreicht. “

Die Ausstellung “Heilige Anna, Das letzte Meisterwerk von Leonardo Da Vinci”, öffnet vom 29. März bis zum 25. Juni ihre Tore