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Papst kritisiert US-Sanktionen gegen Kuba

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Papst kritisiert US-Sanktionen gegen Kuba

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Papst Benedikt der XVI. hat zum Abschluss seines Kubabesuchs das Handelsembargo der USA gegen den sozialistischen Inselstaat kritisiert. Dieses erschwere den Menschen in Kuba das Leben. Die Vereinigten Staaten hatten das Embargo Anfang der 1960er-Jahre nach der kommunistischen Revolution auf Kuba erlassen.

Zum Abschied war nun auch Staatschef Raul Castro zum Flughafen von Havanna gekommen. Dort forderte der Papst in seiner Abschlussrede die Regierung auf, alle Kubaner an der Erneuerung der Gesellschaft zu beteiligen. Niemand dürfe daran gehindert werden, so Benedikt. Gleichzeitig sagte er, die Lage der Menschen auf Kuba verschärfe sich durch “von außen auferlegte, restriktive wirtschaftliche Maßnahmen, die schwer auf der Bevölkerung lasten.” Gemeint waren die US-Sanktionen.

Zuvor war Benedikt in Havanna mit Kubas Ex-Präsident Fidel Castro zusammengekommen. Die beiden hätten sich bei dem halbstündigen Treffen über den Zustand des Glaubens und die Lage der Welt unterhalten, so Papstsprecher Federico Lombardi.