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Spanien: Generalstreik wegen Arbeitsmarktreform

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Spanien: Generalstreik wegen Arbeitsmarktreform

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In Spanien hat ein landesweiter Generalstreik begonnen. Für 24 Stunden wird die Arbeit niedergelegt. Stein des Anstoßes ist die Reform des Arbeitsmarktes, die die neue, konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy durchgezogen hat.

Mitarbeiter können neuerdings leichter entlassen werden, außerdem sind die Abfindungssummen geringer. Die Regierung wiederum erhofft sich, durch die Schritte den Arbeitsmarkt zu beleben und Unternehmen anzuspornen, neue Mitarbeiter einzustellen.

Zum Streik haben die Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT aufgerufen. Sie fürchten, dass die Regierung die Rechte der Arbeiter immer weiter aushöhlen wolle. Die Gewerkschaften sagen, die Regierung habe ihnen keine Wahl gelassen, als zu streiken. Gespräche habe es nicht gegeben.

Betroffen ist unter anderem der Bus- und Bahnverkehr, zudem werden zahlreiche Flüge gestrichen. Und auch beim Telefonriesen Telefonica oder dem Treibstoffkonzern Repsol wird gestreikt.

Spanien leidet unter massiver Arbeitslosigkeit, fast jeder Vierte ist ohne Job. Unterdessen ließ der seit 100 Tagen amtierende Ministerpräsident Rajoy wissen, dass die Regierung trotz des Ausstands an der Reform festhalten werde.