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Aung San Suu Kyi beklagt Behinderungen vor Wahl in Birma

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Aung San Suu Kyi beklagt Behinderungen vor Wahl in Birma

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Zwei Tage vor den Parlamentsnachwahlen in Birma, dem heutigen Myanmar, hat Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi über Behinderungen geklagt, die über das Hinnehmbare hinausgingen. Sie will aber weiterhin an den Wahlen teilnehmen.
 
Ihre Wahlplakate würden von Gegnern zerstört, Wählerlisten manipuliert oder Stimmberechtigte eingeschüchtert, klagte die Friedensnobelpreisträgerin vor der Presse: “Wie ich schon früher sagte: Ich denke nicht, dass wir dies als wirklich freie und faire Wahlen bezeichnen können, angesichts der Geschehnisse der vergangenen Monate. Da wir aber weiterhin die nationale Versöhnung voranbringen wollen, werden wir versuchen, die Vorkommnisse zu tolerieren.”
 
Ihr Sieg in ihrem Wahlkreis gilt als sicher, das gute Abschneiden ihrer Partei ebenfalls, aber es werden nur wenige Sitze in den verschiedenen Parlamenten (Unterhaus, Senat und Regionalvertretungen) nachgewählt.
 
Und die Bürger sind noch nicht so ganz ans Wählen gewöhnt. Ihm gehe es vor allem darum, Essen Kleidung und Wohnung sicher zu haben, meint ein Textilarbeiter, ein anderer Birmanese findet, einzig der Frieden sei wichtig. Eine Landsfrau wünscht sich, dass sich alles ändert – viele hoffen auf ein bisschen mehr Demokratie.
 
Der Einzug der jahrelang eingesperrten Oppositionskandidatin in Parlament soll die Glaubwürdigkeit von Birmas Demokratiebemühungen stärken. Die EU und die USA machen faire Nachwahlen zur Bedingung für eine weitere Lockerung ihrer Sanktionen.