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ECOWAS stellt Mali Ultimatum

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ECOWAS stellt Mali Ultimatum

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Nach dem Militärputsch in Mali drohen die Nachbarstaaten mit Sanktionen. Weil mehrere tausend Demonstranten den Flugplatz der malischen Hauptstadt Bamako besetzt hatten, konnte eine Delegation der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS nicht in Bamako landen. Die Maschine musste den Landeanflug abbrechen und in die Elfenbeinküste zurückkehren. , An Bord waren vier westafrikanische Staatsoberhäupter.

Wenn die Putschisten nicht innerhalb von 72 Stunden die Macht zurückgäben, werde man die ECOWAS-Botschafter zu Konsultationen abberufen und ein Reiseverbot für die Junta-Mitglieder verhängen, kündigte der Präsident der ECOWAS-Kommission, Desire Kadre Ouedraogo an.

Außerdem soll dem Binnenland Mali der Zugang zu den Häfen in den ECOWAS-Mitgliedsstaaten verweigert werden. Mali ist der drittgrößte Goldförderer Afrikas. Auch die malischen Guthaben bei der Westafrikanischen Zentralbank sollen eingefroren werden.

Meuternde Soldaten hatten in der vergangenen Woche Staatspräsident Amadou Toumani Touré gestürzt. Sie warfen Touré vor, nicht entschieden genug gegen die Tuareg-Rebellen in Nordmali vorzugehen.