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Putschisten in Mali in der Zwickmühle

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Putschisten in Mali in der Zwickmühle

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Die Putschisten in Mali haben das Ausland im Kampf gegen die Tuareg-Rebellen um Unterstützung gebeten.

Tuareg-Nomaden verteidigten als loyale Söldner das Gaddafi-Regime in Libyen bis zum Ende. Nach seinem Sturz kehrten sie in ihre Heimat zurück. Ausgerüstet mit modernen Waffen aus Libyen kämpfen sie jetzt für Unabhängigkeit. Zuletzt gelang es ihnen die Stadt Kidal zu erobern.

Die Tuareg sind derzeit nicht die einzige Sorge der Putschisten in Bamako. Die Nachbarländer Malis haben ihnen ein Ultimatum gestellt. Die Militärs haben bis Montag Zeit, um die Macht einer Zivilregierung zu übergeben, andernfalls werde Mali isoliert.

Einem Sprecher der Vereinten Nationen, Said Djinnit, zufolge löst der Coup nicht die Probleme des Landes: “Ich hoffe, dass die Sanktionen die Bevölkerung nicht in Mitleidenschaft ziehen werden. Denn die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft, ECOWAS, will lediglich, dass die Militärjunta ihre Meinung ändert.”

Der Anführer der Putschisten erklärte, dass er die Haltung der ECOWAS-Staaten verstehe, er bat sie jedoch darum die Notlage Malis zu berücksichtigen.

Um den Coup rückgängig zu machen, erwägt die ECOWAS als letzten Ausweg einen militärischen Eingriff.