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Russland: Entwurf für umstrittenes Antischwulengesetz

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Russland: Entwurf für umstrittenes Antischwulengesetz

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Einige russische Politiker wollen es landesweit verbieten, dass öffentlich über Homosexualität gesprochen werden darf – das also, was sie und Gleichgesinnte Schwulenpropaganda nennen.

Schwule und Lesben haben es in Russland sowieso schwer: Erst knapp zwanzig Jahre ist es überhaupt her, dass Homosexualität kein Verbrechen mehr ist.

Trotzdem haben sie mit Vorurteilen und auch mit offener Feindschaft zu kämpfen. In Sankt Petersburg zum Beispiel gibt es schon so ein Gesetz, wie manche es jetzt für ganz Russland wollen.

Unterstützung bekommen Schwule und Lesben aber schon von Popstar Madonna: Für ihr Konzert im Sommer in Sankt Petersburg hat sie klare Worte angekündigt. Von einer “lächerlichen Grausamkeit” spricht sie angesichts solcher Gesetze.

Wie es dem jetzigen Gesetzentwurf im russischen Parlament ergeht, ist aber noch unklar. Eingebracht haben ihn Regionalpolitiker aus Nowosibirsk, wo ebenfalls ein solches Gesetz gegen die so genannte
Schwulenpropaganda gilt. Jetzt hängt alles weitere davon ab, ob die Regierungspartei Geeintes Russland mit ihrer Parlamentsmehrheit diesen Entwurf unterstützt.