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Total plant zwei Entlastungsbohrungen an Elgin-Plattform

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Total plant zwei Entlastungsbohrungen an Elgin-Plattform

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Der Energiekonzern Total hat zwei Entlastungsbohrungen an der lecken Gasförderplattform in der Nordsee angekündigt. Sie würden in Kürze beginnen und könnten bis zu sechs Monate dauern. Gleichzeitig werde man aber auch versuchen, das Bohrloch mit Schlamm zu verstopfen. Das Gas, das aus einem Reservoir in 4000 Metern Tiefe stammt, hat inzwischen einen Gaskondensatteppich von 22 × 4,5 Quadratkilometern über der Wasseroberfläche gebildet.

Die Flamme zum Abfackeln des Gases auf der Plattform, derentwegen eine Explosion befürchtet wurde, sei inzwischen kleiner geworden, teilte der Konzern weiter mit.

Die Förderung auf der Plattform war seit gut einem Jahr nach Anomalien eingestellt. Im Februar hatte es erneut Druckschwankungen gegeben, wie auch die zuständige britische Behörde bestätigte. Total zufolge wurde daraufhin versucht, die Druckschwankungen mit Schlammverpressen auszugleichen, bis am 25. März der Schlamm wieder aus dem Kopf der Bohrung geschossen sei – und danach das Gas.

Gewerkschaftern zufolge hatten Arbeiter noch kurz zuvor vor Sicherheitsrisiken durch die Druckschwankungen gewarnt, ihre Vorgesetzten hätten aber versichert, dass es kein Leck geben könne.