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Trayvon Martin: Polizeivideo bringt neue Debatte

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Trayvon Martin: Polizeivideo bringt neue Debatte

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Im Fall Trayvon Martin sorgt ein Polizeivideo für eine
neue Diskussion. Der Siebzehnjährige war letzten Monat von einem Hilfspolizisten erschossen worden.

Der Mann beruft sich auf Notwehr und sagt aus, es habe einen schweren Kampf gegeben. So habe ihm der Jugendliche die Nase gebrochen und seinen Kopf
mehrmals auf den Gehweg geschlagen.

Auf dem Video ist aber von den angegebenen Verletzungen nichts zu sehen; aufgenommen wurde es gut eine halbe Stunde nach dem Zwischenfall, als der Mann ins Polizeirevier geführt wurde.

Für die eine Seite in dem Streit steht damit fest, dass es diesen Kampf gar nicht gegeben hat. Damit wäre auch die Rechtfertigung des Mannes nur erfunden. Andere geben aber zu bedenken, sicher hätten Sanitäter mögliche Wunden bei der Behandlung am Tatort gesäubert.

Seit dem Tod von Trayvon Martin tobt in den USA eine heftige Debatte über Rassismus. Der Junge war
an dem Abend nur noch einmal kurz draußen: Dem Hilfspolizisten fiel er einzig und allein durch seinen Kapuzenpulli als verdächtig auf. Bis jetzt ist der Mann auf freiem Fuß; über eine Anklage soll aber bald entschieden werden.