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Chile: Proteste nach tödlichem Angriff auf Schwulen

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Chile: Proteste nach tödlichem Angriff auf Schwulen

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Tausende Menschen haben in Chile gegen Schwulenhass demonstriert. Anlass war der schwere Angriff auf einen homosexuellen jungen Mann Anfang des Monats, der im ganzen Land für erregte Debatten gesorgt hat.

Man verlange konkrete Maßnahmen gegen Schwulen- und Lesbenhass, sagt Gonzalo Cid, ein Schwulenvertreter. Dazu brauche man von der Regierung nicht eigens erst ein Gesetz gegen Diskriminierung.

Der 24 Jahre alte Mann war von vier mutmaßlichen Rechtsextremen zusammengeschlagen und über Stunden gefoltert worden. Unter anderem schnitten sie Hakenkreuze in seine Haut. Vor drei Tagen starb er dann an seinen schweren Verletzungen. Die Verdächtigen bestreiten die Vorwürfe.

Der Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz ist jahrelang verschleppt worden. Letztes Jahr wurde er dann vom Senat gebilligt, muss aber auch noch durch das Abgeordnetenhaus, gegen konservative Bedenken. Auch ein Gesetzesentwurf über eine eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle liegt im Parlament auf Eis.