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Malis Militärjunta beugt sich internationalem Druck

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Malis Militärjunta beugt sich internationalem Druck

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Nach starkem internationalen Druck hat Malis Militärjunta sich verpflichtet, unverzüglich die Rückübertragung der Staatsgewalt einzuleiten. Der Anführer der Putschisten, Hauptmann Amadou Sanogo, erklärte am Sonntag, man habe sich dazu nach Gesprächen mit dem Unterhändler der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS entschieden: “Wir versprechen feierlich von heute an die Verfassung vom 25. Februar 1992 und die republikanischen Institutionen wiederherzustellen. Um einen guten Übergang zu organisieren und die Nationale Einheit zu bewahren, versprechen wir, unter dem Schirm der Vermittler, mit allen zivilen Akteuren im Rahmen einer nationalen Konvention Übergangsinstitutionen einzurichten mit dem Ziel, friedlich freie, offene und demokratische Wahlen zu veranstalten. Wir werden daran nicht teilnehmen”, versicherte Hauptmann Sanogo.

Auf ihrem Vormarsch nach Süden erreichten die Tuareg-Rebellen und die mit ihnen verbündeten islamistischen Milizen Timbuktu. Im Morgengrauen hörten Bewohner der strategisch wichtigen alten Handelsstadt Schüsse. Dabei soll es sich aber um lokale Milizen gehandelt haben, die in die Luft schossen. Die aus dem Süden stammenden Regierungssoldaten sollen die Stadt verlassen haben, nur noch Araber verteidigten die Timbuktu, berichtete ein Anwohner gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.