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Gefährlich schöne Quallen

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Gefährlich schöne Quallen

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Seit mehr als 500 Millionen Jahren bevölkern Quallen die Weltmeere. Es gibt sie in allen Größen, in allen Formen und sie können gefährlich sein. Während einige absolut ungiftig und schmackhaft sind, können andere wie die Würfelqualle aus der Klasse der Cubozoa dem Menschen besonders gefährlich werden.

Wie diese durchsichtige Medusa, die einen kleinen Körper, lange Tentakel und tödliches Gift hat. Wir sind in der Nähe von Darwin im Norden Australiens.
Um sie besser zu verstehen, haben Forscher diese seltsamen Tiere untersucht.

“Sie sind sehr schwer zu beobachten. Sie verschwinden einfach, niemand weiß wohin. Und es ist sehr schwer sie zu markieren”, sagt Avril Underwood von der James Cook Universität.

Obwohl es selten Unfälle gibt, beherrschen sie die Schlagzeilen, da sie vor allem Kinder betreffen.

Jeder Tentakel einer Qualle hat gut 500.000 giftige Zellen mit Nesselkapseln, er spritzt sein Gift mit einem harpunenförmigen Mechanismus in sein Opfer.

Wissenschaftler analysieren die DNA von Quallen, um genetische Verbindungen und die Giftigkeit verschiedener Arten zu vergleichen: “Die Gifte unterscheiden sich je nach Örtlichkeit, es gibt unterschiedliche Toxizitäten in den Orten Broome, Darwin, Weipa und an der Ostküste Australiens”, so Forscherin Avril Underwood.

In Australien achtet man besonders während der Sommermonate auf Quallen. Es gibt Warnschilder an den Stränden sowie überall Flaschen mit Essig, um Verbrennungen zu lindern. Einige Strände sind ganz geschlossen. Aber die Gefahr ist überschaubar. Zwei Menschen starben im vergangenen Jahrzehnt vom Stich der Irukandji, einer winzigen, durchsichtigen und besonders gefährlichen Würfelqualle.