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Greenpeace nähert sich leckgeschlagener Nordsee-Plattform

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Greenpeace nähert sich leckgeschlagener Nordsee-Plattform

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Seit einer Woche strömt Gas aus der verwaisten Plattform Elgin in der Nordsee.

Am Montag hat sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit einem Forschungsschiff bis auf rund fünf Kilometer der Plattform genähert.

Experten entnahmen Wasser- und Luftproben. Diese sollen in Hamburg untersucht werden. Im Moment seien die Umweltaktivisten aber vor allem über die tägliche Menge von 200-tausend Kubikmeter Gas besorgt.

Manfred Santen, Chemiker und Greenpeace-Mitarbeiter: “Was vor allem austritt, ist Methangas und das ist zwanzig mal gefährlicher für das Klima als Kohlendioxid. Darum geht es hier.”

Total-Sprecher Andrew Hogg sieht keine größere Gefährdung der Umwelt: “Wir sind genauso betroffen wie Greenpeace und wir tun alles, um das Leck so schnell wie möglich zu schließen und die Auswirkungen auf die Umwelt gering zu halten. Und wir denken, die sind schon jetzt relativ gering.”

Nach eigenen Angaben der französischen Betreiberfirma Total gibt sie täglich rund 750-tausend Euro aus, um das Leck zu schließen.
In den nächsten Tagen soll ein Team internationaler Spezialisten auf die Platform geschickt werden.

Vergangenen Mittwoch war die Plattform mit 238 Arbeitern evakuiert worden.