Eilmeldung

Eilmeldung

Stammeskämpfe im Süden Libyens

Sie lesen gerade:

Stammeskämpfe im Süden Libyens

Schriftgrösse Aa Aa

Der libysche Ministerpräsident Abdurrahim El-Keib ist in der Krisenregion im Süden des Landes eingetroffen. Dort waren bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Gruppen in einer Woche fast 150 Menschen umgekommen, rund 400 wurden verletzt. Offenbar nach einem versuchten Autodiebstahl waren die Gemeinschaft der Tubu und der arabische Stamm der Abu Seif aneinandergeraten.

Abdurrahim El-Keib sagte, Angriffe auf das Leben oder das Eigentum eines Bürgers, egal welchem Stamm er angehöre, sei gegen das Gesetz und die Regierung werde dies nicht tolerieren.

Die libysche Übergangsregierung schickte 3000 Soldaten in die südliche Wüstenstadt Sebha und will einen Waffenstillstand durchsetzen.

Schon im Februar hatte es im Süden Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen gegeben.

Frauen und Kinder gingen in Sebha gegen die Gewalt auf die Straße.

Die Tubu sind nomadisierende Viehzüchter, die vor allem Ziegen und Schafe halten. Sie wurden durch die Arabisierung Nordafrikas und die Expansion der Tuareg mehr und mehr zurückgedrängt. Die Mehrheit der Volksgruppe lebt im Norden des Tschad, Tubu-Bevölkerung gibt es außer in Libyen auch in Niger und Sudan.