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Vorfall auf See trübt italienisch-indische Beziehung

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Vorfall auf See trübt italienisch-indische Beziehung

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Die zwei italienischen Marinesoldaten, die in einem Gefängnis in Indien sind, bleiben hinter Gittern und sollen erneut befragt werden. Das entschied der Staatsanwalt im Bundesstaat Kerala.

Die beiden Militärs waren als Schutz auf einem Handelsschiff vor Indien, dort erschossen sie offenbar zwei indische Fischer, weil sie sie für Piraten hielten. Der Vorfall hat zu einem diplomatischen Zerwürfnis zwischen Italien und Indien geführt.

Der italienische Staatssekretär für ausländische Angelegenheiten bezeichnete die Entscheidung als unangemessen. Rom verlangt die Freilassung der Marinesoldaten.

Der indische Außenminister erklärte, dass die Verhaftung der Militärs korrekt sei. Jetzt müsse die Justiz ihre Arbeit machen und ein Urteil fällen.

Italien argumentiert, dass Indien nicht zuständig sei, weil sich der Zwischenfall in internationalen Gewässern abgespielt habe. Demnach müsse er nach den Gesetzen jenes Landes geregelt werden, dem das Schiff gehöre, also Italien.

Zudem stünden die Soldaten unter Immunität, da sie aufgrund einer UN-Resolution zur Bekämpfung der Piraterie auf dem Tanker waren.