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Anti-Britische Ausschreitungen in Buenos Aires

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Anti-Britische Ausschreitungen in Buenos Aires

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In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires ist es am 30. Jahrestag des Falklandkriegs zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Wütende Demonstranten verbrannten eine Prinz William-Puppe und britische Flaggen vor dem Sitz der Botschaft Großbritanniens. Auch eine britische Bankfiliale wurde attackiert. Die Protestkundgebung von zwei linksgerichteten Gruppen organisiert worden, dann aber eskaliert. Als Steine und Molotow-Cocktails flogen, reagierte die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern.

In der südargentinischen Stadt Ushuaia fand wie jedes Jahr eine Gedenkfeier für die 649 im Falklandkrieg gefallenen Argentinier statt. Präsidentin Kristina Fernandez Kirchner übte in ihrer Ansprache dort scharfe Kritik an Großbritannien und warf dem Land Kolonialismus vor: “Es geht um Gedenken, Wahrheit und Gerechtigkeit. Es ist eine Schande, dass es im 21. Jahrhundert immer noch koloniale Enklaven, wie diese ganz in der Nähe hier gibt.”
In den Wochen vor dem 30. Jahrestag des Krieges zwischen Argentinien und Großbritannien hatte Kirchner immer wieder gefordert, dass über die Souveränität der Inselgruppe neu verhandelt werden müsse.