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AQMI-Führung in Timbuktu

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AQMI-Führung in Timbuktu

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Anderthalb Wochen nach dem Militärputsch in Mali spitzt sich die Lage in dem afrikanischen Land zu. Mehrere islamistische Rebellengruppen haben die historische Stadt Timbuktu eingenommen. Drei führende Mitglieder der Gruppe “Al Kaida im Maghreb” – AQMI, Abu Said, Maktar Belmoktar und und Yaya Abu Al-Hammam, sind den Angaben zufolge in Timbuktu eingetroffen.

In 60 privaten Bibliotheken beherbergt die Stadt die größte Handschriftensammlung Westafrikas. Viele Manuskripte sind bis heute nicht digitalisiert. Es kam zu schweren Plünderungen in der Stadt.

Die Rebellen hatten am vergangenen Wochenende zunächst die Städte Gao und Kidal eingenommen und waren dann in Timbuktu eingedrungen.

Nachbarländer legten den Putschisten schwere
wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen auf. Das Benzin in der Hauptstadt Bamako wird schon knapp. Vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlange.

Am Montag hatte das Auswärtige Amt allen
deutschen Staatsbürgern in Mali dringend geraten, das Land sofort zu verlassen.

Die Armee Malis hatte sich weitgehend aus dem Norden zurückgezogen, nachdem sich meuternde Soldaten in der Hauptstadt Bamako an die Macht geputscht und Präsident Amadou Toumani
Toure gestürzt hatten. Die Aufständischen begründeten den Coup mit der Unfähigkeit der Regierung, die Turareg-Rebellion unter Kontrolle
zu bringen. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.